Die St. Johannes-Kirche historisch gesehen
Die alten Fenster von 1775

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In einer Aktenanmerkung aus dem Jahre 1775 ist von Kirchenfenstern die Rede, die 1775 erneuert und mit Wappenbildern versehen worden sind. Wie man auf dem Foto erkennt, hatte jedes Fenster drei Felder mit jeweils fünf Scheiben übereinander und sieben Scheiben nebeneinander. In der Vergrößerung (auf das Foto klicken) erkennt man auch das im Zuge des Emporenumbaus versetzte linke Fenster.
Diese vier großen Kirchenfenster waren rechteckig und hatten zusammen 420 kleine Scheiben. In dem Rheder-Rechnungsbuche zu Bremen finden sich über den Einbau jener Wappenfenster folgende Kassennotizen:
1775. Glasermeister Neddermanns Wwe. für die laut Cond. Ampl. Sen. (Auftrag des Hohen Senats) an die Kirche zu Arsten gelieferte Fenster 22 TIr. 8 Grote. An den Schmidt Rabba für die dazu gebrauchten Windeisen und Beschlag 15 Tlr.
1776. An Henrich Wilhelm Neddermanns Wwe. für die in diesem Jahre verfertigten Wapen in den zu Arsten in der Kirche ab Ampl. Sen. (vom Senate) im vorigen Jahre geschenkten Fenstern a 18 Gr. = 27 Tlr. 36 Gr.

Wenn wir davon ausgehen, daß zu der Zeit schon im Dezimalsystem gerechnet wurde, kommen wir auf 152 Wappen, also 38 pro Fenster. Wie diese Wappen auf die jeweils drei Fensterfelder aufgeteilt waren, läßt sich nicht sicher sagen, aber eine ähnliche Verteilung wie in der Mitte 14 und oben und unten je 12 ergeben ein logisches Muster, hier zwei Beispiele.

Erst 1899 sind diese Fenster dann durch Fenster im gotischen Format ersetzt worden ...