Konzert mit Grigor Osmanian am Sonntag, 24. September um 17 Uhr in der St. Johannes-Kirche Arsten

Seit inzwischen gut 20 Jahren ist der Bajan-Virtuose Grigor Osmanian immer wieder ein hochgeschätzter Gast in der St. Johannes-Kirche zu Bremen-Arsten. In vielen Konzerten hat er sein Publikum zu wahren Begeisterungsstürmen hingerissen, denn seine unglaubliche Fingerfertigkeit ist wirklich beeindruckend. Ob er die Orgelwerke Johann Sebastian Bachs auf seinem Instrument interpretiert oder die tief religiöse Musik der armenischen Komponisten Komitas und Ekmaljan erklingen lässt, ob er rasante russische Volkslieder vorträgt oder die Zuhörer mit leichtschwebenden Musettes nach Paris entführt, immer musiziert er hochkonzentriert - er spielt alles auswendig! - und äußerst virtuos auf seinem Instrument, dem Bajan.

Das Bajan ist die osteuropäische Form des Chromatischen Knopfakkordeons. Durch einen speziellen Melodiebass ist es möglich, auf diesem Instrument auch Literatur für Orgel adäquat darzustellen. Viele Komponisten - zum Beispiel Peter Tschaikowsky, aber auch die in Deutschland hochgeschätzte Sofia Gubaidulina - schrieben eigens Musik für Bajan.

Grigor Osmanian stammt aus Armenien und begann im Alter von sieben Jahren seine musikalische Ausbildung. Bis 1984 studierte er am Sergej-Rachmaninow-Konservatorium in Rostow am Don, dies Studium schloss er dort in allen Abschlussprüfungen mit Auszeichnung ab. Im gleichen Jahr wurde er in Deutschland Preisträger des Internationalen Akkordeon-Wettbewerbs in Klingenthal. Seit 1986 spielt er als Bajan-Solist der Philharmonie Rostow am Don. Konzertreisen führten ihn von Schweden bis nach Italien. Bereits mehrfach gastierte der „Gigant des Bajan“, wie ihn der Weser-Kurier vor Jahren titulierte, im St. Petri-Dom zu Bremen, am 21. März 2011 konzertierte er dort anlässlich des 326. Geburtstages von Johann Sebastian Bach.